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Wer nicht vorsorgt, muss mit früherem Tod rechnen

Mit einer Darmspiegelung wurden bislang 100.000 Fälle von Darmkrebs verhindert. Vorsorge und Früherkennung können also für ein längeres Leben sorgen.

Vorsorgeuntersuchungen verbessern die Gesundheit eines Menschen nicht. Doch sie können Krankheiten früh entdecken und damit die Chancen auf Genesung erhöhen. Damit leisten diese Untersuchungen einen Beitrag zur Steigerung der mittleren Lebenserwartung. Sie bewahren Menschen vor einem vorzeitigen Tod.

Die gängige Bezeichnung Vorsorgeuntersuchung ist in vielen Fällen gleichwohl irreführend. Besser wäre es, von Früherkennung zu sprechen, denn die Vorsorge ist ja eigentlich eine Maßnahme zur Verhinderung von Krankheiten.

Vorsorge – zum Beispiel durch gesunde Ernährung, Sport und ausreichenden Schlaf – trägt zu einer hohen Lebenserwartung bei. Doch selbst wer nach allen Empfehlungen der Gesundheitsexperten ein gesundes Leben führt, ist keinesfalls davor gefeit, von einer lebensbedrohlichen Krankheit heimgesucht zu werden – selbst wenn die statistische Wahrscheinlichkeit dafür geringer ist. Auch die junge Sportlerin kann an Brustkrebs erkranken und der nicht rauchende Vegetarier an Darmkrebs.

Der Sinn der Früherkennung von Krebs besteht darin, den Tumor so rechtzeitig zu entdecken, dass Patienten eine große Chance auf Heilung haben. Besonders eindrucksvoll ist der Nutzen von Vorsorgeuntersuchungen im Fall von Darmkrebs.

Dieser Tumor zeichnet sich dadurch aus, dass er lange Zeit keine Symptome verursacht und nach dem Auftreten von Beschwerden oft nicht mehr heilbar ist. Allerdings ist bei kaum einer anderen Tumorart die Chance so hoch zu überleben – wenn die Erkrankung nur früh genug erkannt wird.

Seit 2002 bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen allen Versicherten ab 55 Jahren eine Darmspiegelung (Koloskopie). Professor Hermann Brenner vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg hat errechnet, dass durch dieses Früherkennungsprogramm hierzulande fast 100.000 Fälle von Darmkrebs verhütet und weitere knapp 50.000 Fälle in einem heilbaren Stadium entdeckt wurden.

Dass sich Darmkrebs durch eine Koloskopie tatsächlich verhüten und nicht nur diagnostizieren lässt, hängt damit zusammen, dass dieser Krebs sich sehr langsam – über einen Zeitraum von vielen Jahren – aus Vorstufen, den sogenannten Polypen, entwickelt. Entfernt man diese Polypen sofort bei der Untersuchung, können daraus gar nicht erst Tumoren entstehen.

 

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Aktualisiert (Dienstag, den 31. Mai 2011 um 08:34 Uhr)

 

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